Industrie 4.0 in der Lebensmittelbranche

Lemgo, 29. Mai 2017

Workshop in der SMART-Factory-OWL in Lemgo zeigt Beispiele und Potenziale der Digitalisierung in der Lebensmittelbranche.

Die Anforderungen an Qualität, Genauigkeit und insbesondere an die Hygiene sind in der lebensmittelverarbeitenden Industrie so hoch wie in kaum einer anderen Branche. Industrie 4.0-Technologien bieten daher gute Möglichkeiten, die Prozesssicherheit in der Produktion durch die Integration intelligenter technischer Systeme zu unterstützen. Weitere Potenziale liegen in der Einsparung von Energiekosten, Standardisierung der Produktqualität, Entlastung mit Mitarbeitern bei Routine-Aufgaben und Vernetzung Entlang der Wertschöpfungskette.

Im Rahmen des Workshops „Industrie 4.0 in der Lebensmitteltechnologie“ in der „Smart-Factory-OWL“ in Lemgo  wurden verschiedene Digitalisierungstechnologien anhand von Beispielen vorgestellt sowie Potenziale zum Einsatz in der Lebensmittelbranche diskutiert. Insbesondere wurden die Möglichkeiten der „Augmented Reality“ und der Bildverarbeitung vorgestellt. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Praxisbeispielen, die in der „Smart-factory-OWL“ anschaulich dargestellt wurden.

An der Veranstaltung nahmen Lebensmittelproduzenten sowie deren Zulieferer aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automatisierung sowie Steuerungs- und Regelungstechnik ebenso teil wie Mitglieder aus dem Excellenzcluster „it’s OWL“. Es handelte sich um ein gemeinsames Angebot der Projekte Lebensmittel 4.0 (Teil des Handlungskonzepts OWL 4.0) und Digital in NRW. Während der Veranstaltung wurde erarbeitet, in welchen Bereichen eine technologische Implementierung von Industrie 4.0-Technologien, insbesondere im Hinblick auf die speziellen Anforderungen der Lebensmittelverarbeitung, Vorteile für Unternehmen und deren Mitarbeiter mit sich bringt. Gerade KMU’s sollen in zukünftigen Projekten bei der potenziellen Umsetzung neuer Technologien unterstützt werden.

Weitere Informationen zur „Smart-Factory-OWL“  finden Sie unter hier.

imatech BERATUNG | CHANCE INDUSTRIE 4.0

Herausforderungen des digitalen Wandels annehmen und Chancen gezielt nutzen.

„Industrie 4.0“ steht für die echtzeitfähige, intelligente, horizontale und vertikale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Objekten und Informationssystemen zum dynamischen Management komplexer Systeme.

„imatech BERATUNG | CHANCE INDUSTRIE 4.0“ weiterlesen

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2014

Mit Rohstoff- und Materialeffizienz können Unternehmen zweifach gewinnen.

Durch effiziente Nutzung von Rohstoffen und Material sparen Unternehmen durchschnittlich 200.000 Euro pro Jahr, wie die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Beratungen in KMU zeigen. „Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2014“ weiterlesen

Materialeffizienz – (k)ein Thema für kleine und mittlere Betriebe?

Materialeffizienzsteigerungen führen in der Produktion dazu, dass die gleiche Menge an Gütern mit einem geringeren Materialverbrauch hergestellt werden kann – und dies kann sich, realistisch betrachtet, für viele Betriebe tatsächlich zu einer Goldgrube entwickeln. Untersuchungen beweisen eindeutig, dass Betriebe des verarbeitenden Gewerbes im Mittel 7 Prozent ihres Materialverbrauchs in der Produktion einsparen können. Gesamtvolkswirtschaftlich gesehen ein enormes Potenzial von insgesamt mehr als 48 Mrd. Euro pro Jahr – positive Effekte auf Natur und Umwelt gar nicht berücksichtigt.

Ausschussverluste Transportverluste Angussverluste Montageabfall
Abb.: Beispiele für Materialverluste aus unseren Materialeffizienzprojekten

Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung zeigte, dass nur 12 Prozent der großen Betriebe mit 250 oder mehr Beschäftigten keine Möglichkeiten sehen ihren Materialverbrauch zu senken. Für kleine und mittler Betriebe dagegen ist das Thema Materialeffizienz nicht prioritär, da sie dort keine Einsparmöglichkeiten in ihrer Produktion erkennen können*). Dabei ist es diesen Unternehmen oft gar nicht bewusst, dass auch sie signifikante Einsparungen beim Materialverbrauch erzielen können, weil in den meisten produzierenden Betrieben der Materialkostenanteil weit mehr als 40 Prozent beträgt.

Es gibt viele Möglichkeiten die Materialeffizienz in produzierenden Betrieben zu steigern. Daher kommen auch fast 40 Prozent der befragten Mittelstandsbetriebe zu der Einschätzung, dass in ihrer Produktion ein Materialeinsparpotenzial von mehr als 5 Prozent realisierbar wäre. Intransparente Kostenstrukturen bei Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen und geringe Personalkapazitäten hindern sie jedoch daran Materialeinsparungsprojekte zu beginnen.

Aus diesem Grund wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) die go-effizient-Innovationsgutscheine ins Leben gerufen. Mit attraktiven nicht rückzahlbaren Zuschüssen sollen damit KMU‘s dabei unterstützt werden mit Hilfe qualifizierter externer Beratung ihre Rohstoff- und Materialeffizienz zu steigern. Die Innovationsgutscheine decken 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratungsleistungen ab. Der Wert des Gutscheins beträgt für eine Potenzialanalyse bis zu 17.000 Euro und für eine anschließende Vertiefungsberatung bis zu 80.000 Euro abzüglich des Gutscheinwertes der Potenzialanalyse. Um die Qualität der Beratung sicherzustellen dürfen diese Projekte nur durch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie autorisierte Beratungsunternehmen durchgeführt werden.

Dass Einsparungen auch in kleinen und mittleren Unternehmen möglich sind, beweist die Vielzahl unserer Projekte. Als vom Bundeswirtschaftsministerium für go-effizient-Projekte autorisiertes Beratungsunternehmen haben wir mit unserem hochqualifizierten Expertenteam vielen kleinen und mittleren Unternehmen dabei geholfen jährlich im Schnitt über 60.000 EUR an Materialkosten einzusparen – die dabei als Nebeneffekte erzielten Produktivitätssteigerungen gar nicht berücksichtigt. „Nicht die investitionsintensiven Maßnahmen sind es, die im ersten Schritt zu schnellen Erfolgen führen, sondern eher die organisatorischen Maßnahmen, die aber nur zusammen mit den Mitarbeitern durchgeführt und umgesetzt werden können“, berichtet Heinz Nemetz als erfahrener Materialeffizienzberater von den imatech Materialeffizienzprojekten.

Unsere kostenlosen Service-Leistungen für Sie:

  • Vorabanalyse über Einsparpotenziale und Prüfung der Fördervoraussetzung
  • Abwicklung des Gutscheinverfahrens
  • Erstellung der Vorhabensbeschreibung

Gerne zeigen wir Ihnen Projektbeispiele über unsere erzielten Erfolge in einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch bei Ihnen. Rufen Sie uns an um einen termin zu vereinbaren: 09962 200 280. Oder fordern Sie von uns dazu den  Informationsflyer oder den kostenlosen Materialeffizienzselbstcheck an, den wir gerne für Sie auswerten.

Weitere Infos zu den go-effizient-Innovationsgutscheinen auch unter:
http://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-Inno/go-effizient/go-effizient.html;jsessionid=B7703063C5B51C51C589A6AF4EBE2E51

 

*) Quelle: Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung, Mitteilungen aus der ISI-Erhebung, Jan 2012, Ausgabe 59

Lean Management | Handlungsbedarf für Kontinuierliche Verbesserung (KVP) durch steigende Lohnnebenkosten

Laut VDI Nachrichten (Ausgabe 01.08.2014, Nr. 31/32) legten die Arbeitskosten in Deutschland derzeit ordentlich zu. Dem Bericht nach stiegen die Kosten für jede Arbeitsstunde von 2008 bis zum Jahr 2012 um 9,3 % auf durchschnittlich 30,70 Euro. Größte Kostentreiber waren dabei laut Statistischem Bundesamt die Lohnnebenkosten, während die Löhne insgesamt langsamer zulegten. „Lean Management | Handlungsbedarf für Kontinuierliche Verbesserung (KVP) durch steigende Lohnnebenkosten“ weiterlesen

imatech ENERGIEMANAGEMENT | Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH schließt Energiemanagementaudit erfolgreich ab.

Die Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH in Bad Kötzting hat ihr erstes Energiemanagementaudit im vereinfachten Verfahren nach SpaEfV, Anlage 2 mit Bravur und ohne Abweichungen gemeistert.

Im malerischen Bad Kötzting produziert die Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH in zwei Werken auf insgesamt über 10.000 qm Fläche Gehäuse, Bauteile und Komplettlösungen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium. 140 Mitarbeiter stanzen, fräsen, schneiden, biegen, schweißen, pressen, entgraten, lackieren, beschichten und montieren an über 75 teils hoch automatisierten Maschinen und Anlagen. Der Geschäftsführer, Dipl. Ing. Univ. Bernhard Schierer war schon immer bestrebt, in der Fertigung auch möglichst energieeffizient zu produzieren und arbeitet ständig an Maßnahmen um den wertvollen Rohstoff Energie in den Produktionshallen und Büroräumen einzusparen. So installierte er zum Beispiel bereits schon vor Jahren ein System um die Abwärme der Kompressoren zum Heizen zu nutzen.

Mit der Gesetzesänderung aus dem Jahr 2013 gewährt die Bundesregierung den Spitzenausgleich im Rahmen der Strom- und Energiesteuer nur noch, wenn Unternehmen bis zum Jahr 2015 ein wirksames Energiemanagementsystem einführen und ab 2015 auch betreiben. Herr Bernhard Schierer begann als einer der ersten das System für den Standort in Bad Kötzting umzusetzen und holte sich dazu professionelle Unterstützung durch die imatech gmbh aus Niederwinkling. Da es sich bei der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH um ein Mittelstandsunternehmen handelt, das den KMU-Vorschriften entspricht, genügt das vereinfachte Verfahren nach SpaEfV, Anlage 2.

Im letzten Jahr musste dazu im ersten Schritt die Geschäftsleitung eine Erklärung über die Einführung des Energiemanagementsystems abgeben und einen Energiebeauftragten benennen. Weiterhin waren alle Energieträger, wie zum Beispiel Strom, Gas oder Heizöl, in Verbrauch und Kosten über einen zusammenhängenden Zeitraum von einem Jahr zu erfassen. In diesem Jahr mussten im zweiten Schritt die wesentlichen Energieverbraucher aufgenommen, deren Energieverbrauch bestimmt und mit dem Gesamtenergieverbrauch abgeglichen werden. Die erhobenen Daten sind dann von einem unabhängigen Auditor in einem Audit vor Ort zu überprüfen. Die Ermittlung der Daten war die Aufgabe des Energiebeauftragten, Herrn Bauer, der seine Aufgabe mit Unterstützung des Energieberaters der imatech, Herrn Bschick, hervorragend meisterte.

140723Schierer EnergieauditSpaEfV Audit
Bild: v.l.n.r.: Herr Bauer, Energiebeauftragter der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH, Herr Bschick, Energieberater der imatech gmbh zusammen mit den Auditoren Herr Resch und Herr Pelzer von der PÜG bei der Datenprüfung im Rahmen des Energiemanagementaudits nach SpaEfV.

 Am 23.07.2014 war es dann soweit. Zusammen mit der Geschäftsführung und dem Energiebeauf-tragten der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH und den Energieberatern der imatech gmbh, führten Herr Claus-Dieter Resch von der PÜG, als leitender Auditor, und Herr Frank Pelzer das erste Energieaudit bei der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH durch. Nach dem Eröffnungsgespräch durch den Lead Auditor ging es gleich an die Erfassung der Formalien und die stichprobenartige Überprüfung der erhobenen Daten. Im anschließenden Betriebsrundgang machten sich die Auditoren ein Bild von den aufgeführten Hauptenergieverbrauchern.

In der Schlussbesprechung lobte der Lead Auditor, Herr Resch, die sehr gute Vorbereitung, Erfassung und Aufbereitung der Daten durch Herrn Bauer und Herrn Bschick. Insgesamt könne er keine Abweichungen zur Norm feststellen und deshalb wird er die Testaterteilung befürworten und in die Wege leiten. Herr Bernhard Schierer bedankte sich nochmals ausdrücklich für die gute Arbeit seines Energiebeauftragten, die Unterstützung durch die imatech gmbh und bei den beiden Auditoren. „Die formale Abwicklung für die Testaterteilung zur Gewährung des Spitzenausgleichs ist das eine. Aber damit wird noch keine Kilowattstunde Strom eingespart. Erst die Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen führe zur Einsparung der kostbaren Ressource Energie und stärke das Unternehmen durch die Kostenreduzierung im globalen Wettbewerb“, so Bernhard Schierer bei der Verabschiedung der Auditoren.

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