Startschuss für Digitales Gründerzentrum in Oberschneiding

Oberschneiding, 31. Juli 2017

Der digitale Wandel ist nicht mehr aufzuhalten. Aber viele mittelständische Unternehmen haben noch Nachholbedarf und die Verunsicherung ist noch hoch. Dies zeigte auch das rege Interesse von Unternehmern sowie Dienstleistern aus der Region bei der gut besuchten Auftaktveranstaltung für den Start des Digitalen Gründerzentrums in Oberschneiding im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen am 31. Juli 2017. In dem neu gegründeten Netzwerk sollen heimische Firmen und Dienstleister besser vernetzt werden um Ideen und Lösungsansätze  zur Digitalisierung optimal und gewinnbringend umzusetzen.

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Diskussionsbedarf gab es an dem Abend genug. Neben Vorträgen mit Beispielen erfolgreich umgesetzter Digitalisierungsprojekte wurde in Kleingruppen diskutiert, welche Probleme Unternehmer in ihren Betrieben bei der Digitalisierung sehen und was sie von dem Netzwerk erwarten.  „Wir sehen ganz einfach die Notwendigkeit und die Chancen die die Digitalisierung bietet“, so Landrat Josef Laumer bei der Auftaktveranstaltung. „Das Netzwerk soll auch dazu beitragen, heimische Unternehmen und deren Ideen näher zusammenzubringen. Das sei einer der wesentlichen Punkte, warum das Grünerzentrum geschaffen wurde.“ Geplant sind neben der Beratung von Unternehmen und jungen Start-Ups mit Ideen auch regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Themen der digitalen Welt.

 

 

 

CHANCEN DER DIGITALISIERUNG FÜR KMU

Mannheim, 14. Dezember 2016

Fach-Tagung: Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz in der Produktion ist nach wie vor ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. In den letzten Jahren ist wieder eine stetige Zunahme der Materialintensität zu beobachten. Durch die digitale Transformation werden jedoch neue Impulse und Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz und damit zur Reduzierung der Materialintensität erwartet. Wie können Unternehmen die nicht aufzuhaltende digitale Transformation zur Steigerung ihrer Ressourceneffizienz nutzen? Welche Potenziale und Chancen ergeben sich daraus vor allem für kleine und mittlere Unternehmen?

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Alle diese Themen wurden am 14. Dezember 2017 im Barockschloss Mannheim im Rahmen einer vom Umweltministerium Baden-Württemberg gemeinsam mit dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz und der Umweltministerien Bayern und Reinland-Pfalz organisierten Tagung diskutiert. Das Thema „Ressourceneffizienz durch Digitalisierung“ wurde aus Sicht der Unternehmen, der Beratung und der Wissenschaft beleuchtet. Vorgestellt wurde auch die Ziele und Inhalte einer aus 4 Bundesländern initiierten Studie „Ressourceneffizienz durch die digitale Transformation der Industrie in KMU“. Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz der Industrie in kleinen und mittleren Unternehmen zu gewinnen. In Workshops und durch Befragungen wurden bislang Basisdaten zum Thema erhoben, die nun gerade ausgewertet werden. Erste Ergebnisse werden bis Mitte 2017 erwartet.

Innovationsgetriebene mittelständische Unternehmen präsentierten praxisorientierte Beispiele wie sie bereits die mit der Digitalisierung verbundenen Technologien zur Steigerung Ihrer Materialeffizienz eingesetzt haben. Neben den klassischen Prozessoptimierungsansätzen, wie die Steigerung der Effizienzkennzahl „OEE“ durch Nutzen von Erkenntnissen aus „BIG DATA“ Analysen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, wurde jedoch deutlich, dass sich aus der Digitalisierung von Abläufen ganz neue Geschäftsmodelle mit immensen Ressourcen- und Prozesseffizienzsteigerungen entwickeln lassen. Moderierte Unternehmenstische zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch rundeten die Tagung ab.

Zusammenfassend waren alle der Meinung, dass die digitale Transformation erhebliche Chancen für kleine und mittlere Unternehmen bietet, diese aber bislang nur von wenigen Unternehmen genutzt werden. Dies spiegelt auch das Ergebnis unserer letzten Umfrage zum aktuellen Status von „Industrie 4.0“ in mittelständischen Unternehmen wider. Digitalisierung wird jedoch schon in naher Zukunft der Wettbewerbsfaktor in globalisierten Märkten sein. Klassische Optimierungsansätze werden immer mehr durch neue Geschäftsmodelle ersetzt.  Einig war man sich darin, dass die Digitale Transformation nur im TOP-DOWN-Ansatz funktioniert, also die Initiative dafür von der Unternehmensleitung angestoßen werden muss.

Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung die verdeutlichte, welche Chancen in der Digitalisierung für kleinere und mittlere Unternehmen zur Steigerung ihrer Ressourceneffizienz und damit letztendlich zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit stecken. Auf die Ergebnisse der Studie „Ressourceneffizienz durch die digitale Transformation der Industrie in KMU“ darf man jetzt schon gespannt sein.