imatech SMED Inhouse Workshop bei der maweco gmbh in Schmallenberg

Schmallenberg, 02.10.2017

imatech gmbh aus Niederwinkling trainiert und begleitet die maweco gmbh im Werk Schmallenberg bei der nachhaltigen Reduzierung von Rüstzeiten.

Lange Rüstzeiten sind aus Sicht des Lean Management Verschwendungen, die zwar unvermeidbar sind, jedoch drastisch durch die Anwendung der „SMED“-Methode reduziert werden können. „SMED“ ist ein Werkzeug aus dem Baukasten der „schlanken Produktion“ und hat das Umrüsten, auch komplexer Maschinen und Anlagen, innerhalb eines einstelligen Minutenbereiches zum Ziel. Das Verbesserungspotenzial und die Kosteneinsparung die damit erzielt werden können sind enorm. Das imatech SMED Inhouse-Training vermittelt den Mitarbeitern das nötige Knowhow, um Rüstzeiten nachhaltig, effektiv und flächendeckend zu verkürzen.

Die maweco gmbh & Co. KG, früher bekannt unter dem Namen Mörchen, ist ein international operierendes Unternehmen und zählt schon seit vielen Jahren zu den gefragten Zulieferfirmen der europäischen Nutzfahrzeugindustrie sowie anderer Industriebereiche. Die Produkte der maweco gmbh & Co. KG sind anspruchsvolle Schweißbaugruppen in höchster Qualität. Kapazitätsverluste von mehr als 20% durch lange Umrüstzeiten sind in der Branche keine Seltenheit. Reduzierung der Umrüstzeiten mit der SMED-Methode schafft mehr Produktionskapazitäten ohne in weitere Anlagen oder Maschinen zu investieren.

Welches Potenzial in der SMED-Methode steckt, konnten drei Mitarbeiter der maweco gmbh beim letzten SMED-Power-Training in Siegen hautnah erleben. Auf Grund dieser Erfahrung und der positiven Rückmeldung entschloss sich das Management der maweco gmbh zusammen mit der imatech die SMED-Methode im Unternehmen flächendeckend zu etablieren.

Die SMED Methode soll zunächst an einer Pilotanlage eingeführt werden, um als Leuchtturmprojekt Maßstäbe für die Ausweitung auf andere Bereiche zu setzen. Der Startschuss zu dem Projekt fiel am 02. September mit einem Kick-Off Workshop an dem das gesamte Managementteam und die betroffenen Mitarbeiter der maweco gmbh teilnahmen. Dr. Hans Schultes, Geschäftsführer der imatech gmbh, sensibilisierte zunächst das Management für das Thema. „Denn ohne engagierte Unterstützung durch die Führungsebene ist auch die Begeisterung der Mitarbeiter für die SMED-Methode nur ein Strohfeuer das nach kurzer Zeit wieder verlischt.“, so die eindringliche Mahnung von Dr. Schultes an das Managementteam. Danach führte Herr Dr. Malte Probst-von Müffling, Partner und Leiter des imatech Büros in Siegen, alle nochmals in die Methodik der SMED-Rüstoptimierung ein.

maweco_SMED_Kickoffworkshop

Am Nachmittag wurde dann mit dem ersten Schritt, der Istaufnahme eines Rüstvorgangs an der CNC Pilotanlage begonnen. Schritt für Schritt wurden die Umrüstprozesse mit Hilfe der imatech-Vorlagen, unterstützt durch Video-Aufzeichnungen, aufgenommen. Auch ein sogenanntes „Spaghetti-Diagramm“, das die bei der Umrüstung durch das Rüstpersonal zurückgelegten Wege des Rüstteams dokumentiert.

maweco Rüstworkshop Istufnahme  maweco Rüstworkshop CNC Werkzeugkontrolle

maweco Rütworkshop Smed Probstvon Müffling

Im nächsten Workshop werden die Rüstvorgänge mit Hilfe einer E-K-U-V-Analyse optimiert. Ziel ist es entweder nicht wertschöpfende Tätigkeiten zu eliminieren und möglichst viele interne Rüstvorgänge in externe umzuwandeln um effektiv Maschinenstillstandszeiten zu verkürzen. Weitere organisatorische Verbesserungen sollen durch die Einführung von 5S-Maßnahmen erreicht werden. Im letzten Schritt wird noch untersucht welche technischen Möglichkeiten sinnvoll sind, um die Rüstzeiten noch weiter zu verkürzen. Ob die Maßnahmen greifen, wird durch Rüstzeitkontrollblatt geprüft.

Das Pilotprojekt soll bis Anfang Oktober abgeschlossen ein.

 

 

Industrie 4.0 in der Lebensmittelbranche

Lemgo, 29. Mai 2017

Workshop in der SMART-Factory-OWL in Lemgo zeigt Beispiele und Potenziale der Digitalisierung in der Lebensmittelbranche.

Die Anforderungen an Qualität, Genauigkeit und insbesondere an die Hygiene sind in der lebensmittelverarbeitenden Industrie so hoch wie in kaum einer anderen Branche. Industrie 4.0-Technologien bieten daher gute Möglichkeiten, die Prozesssicherheit in der Produktion durch die Integration intelligenter technischer Systeme zu unterstützen. Weitere Potenziale liegen in der Einsparung von Energiekosten, Standardisierung der Produktqualität, Entlastung mit Mitarbeitern bei Routine-Aufgaben und Vernetzung Entlang der Wertschöpfungskette.

Im Rahmen des Workshops „Industrie 4.0 in der Lebensmitteltechnologie“ in der „Smart-Factory-OWL“ in Lemgo  wurden verschiedene Digitalisierungstechnologien anhand von Beispielen vorgestellt sowie Potenziale zum Einsatz in der Lebensmittelbranche diskutiert. Insbesondere wurden die Möglichkeiten der „Augmented Reality“ und der Bildverarbeitung vorgestellt. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Praxisbeispielen, die in der „Smart-factory-OWL“ anschaulich dargestellt wurden.

An der Veranstaltung nahmen Lebensmittelproduzenten sowie deren Zulieferer aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automatisierung sowie Steuerungs- und Regelungstechnik ebenso teil wie Mitglieder aus dem Excellenzcluster „it’s OWL“. Es handelte sich um ein gemeinsames Angebot der Projekte Lebensmittel 4.0 (Teil des Handlungskonzepts OWL 4.0) und Digital in NRW. Während der Veranstaltung wurde erarbeitet, in welchen Bereichen eine technologische Implementierung von Industrie 4.0-Technologien, insbesondere im Hinblick auf die speziellen Anforderungen der Lebensmittelverarbeitung, Vorteile für Unternehmen und deren Mitarbeiter mit sich bringt. Gerade KMU’s sollen in zukünftigen Projekten bei der potenziellen Umsetzung neuer Technologien unterstützt werden.

Weitere Informationen zur „Smart-Factory-OWL“  finden Sie unter hier.