CHANCEN DER DIGITALISIERUNG FÜR KMU

Mannheim, 14. Dezember 2016

Fach-Tagung: Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz in der Produktion ist nach wie vor ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. In den letzten Jahren ist wieder eine stetige Zunahme der Materialintensität zu beobachten. Durch die digitale Transformation werden jedoch neue Impulse und Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz und damit zur Reduzierung der Materialintensität erwartet. Wie können Unternehmen die nicht aufzuhaltende digitale Transformation zur Steigerung ihrer Ressourceneffizienz nutzen? Welche Potenziale und Chancen ergeben sich daraus vor allem für kleine und mittlere Unternehmen?

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Alle diese Themen wurden am 14. Dezember 2017 im Barockschloss Mannheim im Rahmen einer vom Umweltministerium Baden-Württemberg gemeinsam mit dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz und der Umweltministerien Bayern und Reinland-Pfalz organisierten Tagung diskutiert. Das Thema „Ressourceneffizienz durch Digitalisierung“ wurde aus Sicht der Unternehmen, der Beratung und der Wissenschaft beleuchtet. Vorgestellt wurde auch die Ziele und Inhalte einer aus 4 Bundesländern initiierten Studie „Ressourceneffizienz durch die digitale Transformation der Industrie in KMU“. Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz der Industrie in kleinen und mittleren Unternehmen zu gewinnen. In Workshops und durch Befragungen wurden bislang Basisdaten zum Thema erhoben, die nun gerade ausgewertet werden. Erste Ergebnisse werden bis Mitte 2017 erwartet.

Innovationsgetriebene mittelständische Unternehmen präsentierten praxisorientierte Beispiele wie sie bereits die mit der Digitalisierung verbundenen Technologien zur Steigerung Ihrer Materialeffizienz eingesetzt haben. Neben den klassischen Prozessoptimierungsansätzen, wie die Steigerung der Effizienzkennzahl „OEE“ durch Nutzen von Erkenntnissen aus „BIG DATA“ Analysen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, wurde jedoch deutlich, dass sich aus der Digitalisierung von Abläufen ganz neue Geschäftsmodelle mit immensen Ressourcen- und Prozesseffizienzsteigerungen entwickeln lassen. Moderierte Unternehmenstische zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch rundeten die Tagung ab.

Zusammenfassend waren alle der Meinung, dass die digitale Transformation erhebliche Chancen für kleine und mittlere Unternehmen bietet, diese aber bislang nur von wenigen Unternehmen genutzt werden. Dies spiegelt auch das Ergebnis unserer letzten Umfrage zum aktuellen Status von „Industrie 4.0“ in mittelständischen Unternehmen wider. Digitalisierung wird jedoch schon in naher Zukunft der Wettbewerbsfaktor in globalisierten Märkten sein. Klassische Optimierungsansätze werden immer mehr durch neue Geschäftsmodelle ersetzt.  Einig war man sich darin, dass die Digitale Transformation nur im TOP-DOWN-Ansatz funktioniert, also die Initiative dafür von der Unternehmensleitung angestoßen werden muss.

Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung die verdeutlichte, welche Chancen in der Digitalisierung für kleinere und mittlere Unternehmen zur Steigerung ihrer Ressourceneffizienz und damit letztendlich zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit stecken. Auf die Ergebnisse der Studie „Ressourceneffizienz durch die digitale Transformation der Industrie in KMU“ darf man jetzt schon gespannt sein.

imatech Energiemanagement | LED-Technik: wenn Lichtquellen zu Geldquellen werden.

Niederwinkling, November 2015

LED-BeleuchtungDer Einsatz  stromverbrauchender Technologien steigt in vielen Unternehmen stetig an. Dabei den Energieverbrauch zu senken, gehört zu den Herausforderungen der Zukunft. Unbestritten ist, dass sich dank hochmoderner LED-Lichttechnik heute aus 1 Watt Strom 100 Lumen Licht gewinnen lassen – das ist 10-mal mehr gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe. Häufig lassen die Risiken eine etablierte, funktionierende Technologie durch eine neue zu ersetzen sowie hohe Investitionskosten Unternehmen vor einer Umstellung zurückschrecken. Denn oft gilt der Grundsatz „Never change a running system“ – und rechnen muss es sich schließlich auch.

Ist es inzwischen vielleicht schon töricht, nicht doch einmal nachzurechnen? Denn jede durch eine LED-Lampe ersetzte Glühlampe spart bis zu 95% Energiekosten. Jede ausgetauschte Quecksilberdampflampe oder Leuchtstoffröhre bis zu 75%! Dieses enorme Einsparpotenzial garantiert, dass sich meistens die Investitionskosten für die Umrüstung auf LEDs innerhalb kürzester Zeit amortisieren. So rechnet sich bei einer durchschnittlichen Einschaltdauer von 8 Stunden pro Tag die Modernisierung bereits ab dem zweiten Jahr. Und bei einer Lebenszeit von über 50.000 Betriebsstunden sparen LEDs auch noch bis zu 80% an Wartungskosten.

Mit modernen LED-Steuerungen lassen sich jetzt auch Lichtstimmungen und Lichtfarben manuell einstellen und so je nach Arbeitsplatz das dafür geeignete Licht erzeugen. Dies sorgt für mehr Konzentration und ermüdungsfreieres Arbeiten.

Und wer die Investitionskosten scheut: bei vielen Energiedienstleistern können Unternehmen Licht auch mieten oder pachten. Energiedienstleister übernehmen mittlerweile im Komplettpaket Planung, Bau, Garantie und Wartung. Als Kunde zahlt man einen monatlichen Festpreis und hat auf diese Weise modernste Lichttechnologie schnell und kostengünstig ins Unternehmen gebracht.

Ob sich LED-Technik für Ihr Unternehmen lohnt, können Sie einfach von uns nachrechnen lassen. Unsere Energiemanager prüfen unabhängig, neutral und sorgfältig für Sie die Wirtschaftlichkeit einer solchen Umstellung.

Rufen Sie uns an: +49 (0)9962 200280 oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

imatech ENERGIEMANAGEMENT | Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH schließt Energiemanagementaudit erfolgreich ab.

Die Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH in Bad Kötzting hat ihr erstes Energiemanagementaudit im vereinfachten Verfahren nach SpaEfV, Anlage 2 mit Bravur und ohne Abweichungen gemeistert.

Im malerischen Bad Kötzting produziert die Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH in zwei Werken auf insgesamt über 10.000 qm Fläche Gehäuse, Bauteile und Komplettlösungen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium. 140 Mitarbeiter stanzen, fräsen, schneiden, biegen, schweißen, pressen, entgraten, lackieren, beschichten und montieren an über 75 teils hoch automatisierten Maschinen und Anlagen. Der Geschäftsführer, Dipl. Ing. Univ. Bernhard Schierer war schon immer bestrebt, in der Fertigung auch möglichst energieeffizient zu produzieren und arbeitet ständig an Maßnahmen um den wertvollen Rohstoff Energie in den Produktionshallen und Büroräumen einzusparen. So installierte er zum Beispiel bereits schon vor Jahren ein System um die Abwärme der Kompressoren zum Heizen zu nutzen.

Mit der Gesetzesänderung aus dem Jahr 2013 gewährt die Bundesregierung den Spitzenausgleich im Rahmen der Strom- und Energiesteuer nur noch, wenn Unternehmen bis zum Jahr 2015 ein wirksames Energiemanagementsystem einführen und ab 2015 auch betreiben. Herr Bernhard Schierer begann als einer der ersten das System für den Standort in Bad Kötzting umzusetzen und holte sich dazu professionelle Unterstützung durch die imatech gmbh aus Niederwinkling. Da es sich bei der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH um ein Mittelstandsunternehmen handelt, das den KMU-Vorschriften entspricht, genügt das vereinfachte Verfahren nach SpaEfV, Anlage 2.

Im letzten Jahr musste dazu im ersten Schritt die Geschäftsleitung eine Erklärung über die Einführung des Energiemanagementsystems abgeben und einen Energiebeauftragten benennen. Weiterhin waren alle Energieträger, wie zum Beispiel Strom, Gas oder Heizöl, in Verbrauch und Kosten über einen zusammenhängenden Zeitraum von einem Jahr zu erfassen. In diesem Jahr mussten im zweiten Schritt die wesentlichen Energieverbraucher aufgenommen, deren Energieverbrauch bestimmt und mit dem Gesamtenergieverbrauch abgeglichen werden. Die erhobenen Daten sind dann von einem unabhängigen Auditor in einem Audit vor Ort zu überprüfen. Die Ermittlung der Daten war die Aufgabe des Energiebeauftragten, Herrn Bauer, der seine Aufgabe mit Unterstützung des Energieberaters der imatech, Herrn Bschick, hervorragend meisterte.

140723Schierer EnergieauditSpaEfV Audit
Bild: v.l.n.r.: Herr Bauer, Energiebeauftragter der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH, Herr Bschick, Energieberater der imatech gmbh zusammen mit den Auditoren Herr Resch und Herr Pelzer von der PÜG bei der Datenprüfung im Rahmen des Energiemanagementaudits nach SpaEfV.

 Am 23.07.2014 war es dann soweit. Zusammen mit der Geschäftsführung und dem Energiebeauf-tragten der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH und den Energieberatern der imatech gmbh, führten Herr Claus-Dieter Resch von der PÜG, als leitender Auditor, und Herr Frank Pelzer das erste Energieaudit bei der Ludwig Schierer Flexible Fertigungstechnik GmbH durch. Nach dem Eröffnungsgespräch durch den Lead Auditor ging es gleich an die Erfassung der Formalien und die stichprobenartige Überprüfung der erhobenen Daten. Im anschließenden Betriebsrundgang machten sich die Auditoren ein Bild von den aufgeführten Hauptenergieverbrauchern.

In der Schlussbesprechung lobte der Lead Auditor, Herr Resch, die sehr gute Vorbereitung, Erfassung und Aufbereitung der Daten durch Herrn Bauer und Herrn Bschick. Insgesamt könne er keine Abweichungen zur Norm feststellen und deshalb wird er die Testaterteilung befürworten und in die Wege leiten. Herr Bernhard Schierer bedankte sich nochmals ausdrücklich für die gute Arbeit seines Energiebeauftragten, die Unterstützung durch die imatech gmbh und bei den beiden Auditoren. „Die formale Abwicklung für die Testaterteilung zur Gewährung des Spitzenausgleichs ist das eine. Aber damit wird noch keine Kilowattstunde Strom eingespart. Erst die Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen führe zur Einsparung der kostbaren Ressource Energie und stärke das Unternehmen durch die Kostenreduzierung im globalen Wettbewerb“, so Bernhard Schierer bei der Verabschiedung der Auditoren.

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Markus Bschick referiert auf der Industrial GreenTec zum Thema DIN EN ISO 50001

Neben der Materialeffizienz ist das Thema Energiemanagement die zentrale Herausforderung für Unternehmen mit energieintensiver Produktion. Gerade im Hinblick auf die vom Bundestag neu verabschiedete Änderung der EEG-Umlage sind Energiemanagementsysteme wie beispielsweise DIN ISO EN 50001 eine Voraussetzung, um Abgaben auf den Energieverbrauch zu beschränken. „Vielen Unternehmen ist es noch nicht bewusst, mit welchen Maßnahmen und Herausforderungen während einer Zertifizierung zu rechnen sind. Unser Ziel ist es, Unternehmen auf diese Themen zu sensibilisieren und praktische Tipps zur Umsetzung zu geben“, so Markus Bschick in der Warm-Up Phase des imatech Thementages „Energieeffizienz richtig umsetzen“. Das Thema Energiemanagement wird für die Nachhaltigkeitsforderungen starker Zukunftsmärkte eine zentrale Rolle spielen. Im Bereich des effizienten Ressourceneinsatzes setzen unsere Klienten heute schon auf den Qualitätsstandards DIN EN ISO 50001. Unserer Empfehlung zufolge lassen sich mit dieser intelligenten Systemlösung bis zu 30 Prozent an Kostenersparnis kurzfristig realisieren. Langfristig können sogar von bis zu 60 Prozent erreicht werden. Wir bedanken uns bei Herrn Bschick für seinen engagierten Einsatz und seine praxisnahen Ausführungen“ (Magdalena Szarek, Marketingleitung).

Hannover Messe 2014

Marc Hartwig, Markus Bschick, Magdalena Szarek und Dr. Hans Schultes im Abschlussgespräch