imatech erstellt Simulationsmodell für die Gluth Systemtechnik GmbH

Niederwinkling, 19. Spetember 2017

imatech unterstützt mit einem Simulationsmodell die Gluth Systemtechnik bei der Auslegung einer Montage- und Kalibrierlinie von Dieselabgasmesssensoren.

Als Automatisierungsspezialist versteht sich die Fa. Gluth Systemtechnik GmbH aus dem niederbayrischen Straubing als Partner der Industrie. Gluth baut auf Kundenwunsch maßgefertigte Montageanlagen. Und immer wenn es knifflig wird, vertraut Gluth auf das Simulationsknowhow der imatech gmbh. Diesmal ging es um die Erstellung einer hochkomplexen Anlage zur Montage und Kalibrierung von Dieselabgassensoren für einen Kunden aus dem Automobilzulieferbereich.

Aufgrund des Dieselskandals wird der Bedarf an modernen Katalysatoren enorm steigen. In der gesetzlichen Anforderung an die Euronorm 6 wird der Grenzwert an gesundheitsschädlichen Stickoxiden auf 80 Milligramm pro Kilometer reduziert. Um die zu erreichen ist ein moderner dreistufiger Katalysator mit einer Vielzahl von Sensoren erforderlich. Und genau für Massenproduktion dieser Sensoren erhielt Gluth den Auftrag eine Montage- und Kalibrierlinie zu erstellen. Knackpunkt der Anlage war die Übergabe der mit den Sensoren bestückten Werkstückträger an eine der beiden integrierten robotergesteuerten Kalibier- und Prüfzellen sowie die Kundenforderung, dass am Ausgang der  der Prüf- und Kalibrierstrecke die unterschiedlichen Sensorvarianten nur sortenrein nach dem eingeschleusten Produktionslos wieder ausgeschleust werden dürfen. Es stellte sich daher die Herausforderung, wie die Kalibrierzellen bei unterschiedlichen Produktionslosgrößen bedient werden müssen und mit welcher Durchschleusungsstrategie die geforderte Taktzeit sowie die Forderung nach sortenreinen Ausschleusung erreicht werden kann. Auch die Frage von erforderlichen Mindestproduktionslosgrößen und  Produktionsreihenfolgen sollte geklärt werden.

„Aufgrund der zunehmenden Komplexität unserer Anlagen ist es wichtig, das erforderlich Wissen im eigenen Haus, aber auch kompetente und verlässliche Partner zu haben, die das abdecken können was nicht zu unseren Kernkompetenzen zählt“, so der Projektleiter von der Fa. Gluth. So wurde die imatech damit beauftragt mit der Simulationssoftware witness ein Simulationsmodell des relevanten Anlagenteils zu erstellen, um unterschiedliche Strategien vor der Umsetzung in die Anlage zu testen.

Da das Modell über Schnittstellen zu Excel konfigurierbar ist, konnten unterschiedliche Szenarien von Gluth selber durchgespielt und getestet werden. Damit konnte Gluth sicherstellen, dass die nun im September zur Abnahme fertiggestellten Anlagen die Anforderung ihres Kunden erfüllten.

imatech witness_Simululationsmodell Abgassensorenkalibrierungslinie
witness Simulationsmodell der Kalibriereinheit der Abgassensorenmontagelinie

 

Dr. Hans Schultes präsentiert beim 5. Innovationskreis des Technologie Campus Cham die Ergebnisse der imatech Umfrage zum Stand der Digitalisierung.

Cham, 12. September 2017

„Einsatz von ERP-/ME-Systemen im Mittelstand im Zeitalter des digitalen Wandels“ – Thema des 5. Innovationskreises am Technologie Campus Cham (TCC) der technischen Hochchule Deggendorf.

Der Technologie Campus Cham in der Oberpfalz ist ein Institut der Technischen Hochschule Deggendorf um wissenschaftliche Forschung und wirtschaftliche Anwendung zu verbinden. Schon zum fünften Mal lud der dortige Netzwerkmanager Michael Zankl Vertreter aus ostbayerischen Unternehmen zu den regelmäßig stattfindenden Innovationsgesprächen nach Cham ein, um sich über aktuelle Entwicklungen im industriellen Umfeld auszutauschen. Diesmal zum Thema „Einsatz von ERP/ME-Systemen bei mittelständischen Betrieben im Zeitalter des digitalen Wandels. Zahlreiche interessierte Unternehmen aus der Oberpfalz und Niederbayern folgten seiner Einladung und konnten in der Veranstaltung nicht nur interessante Informationen zum Thema „ERP-Einsatz im Mittelstand“ sammeln, sondern sich auch über die eigenen Erfahrungen in der Einführung oder dem Einsatz von ERP- und ME-Systemen austauschen.

TCC_Innovationskreis_ERP_120917_Zuhöhrer

Nach der Begrüßung  der Teilnehmer und der eingeladenen Referenten aus Industrie, Beratung und Lehre führte der Netzwerkmanager Michael Zankl als Moderator durch die Veranstaltung und fragte einleitend die Teilnehmer welche ERP-Systeme sie denn im Einsatz haben, ob sie mit dem System zufrieden wären und ob eine Systemerweiterung geplant sei.  

TCC_Innovationskreis_ERP_120917_MichaelZankl_Begrüßung

Die Antworten spiegelten im Wesentlichen die Ergebnisse einer Statusumfrage zum Stand der Digitalisierung in produzierenden Unternehmen wider, die die imatech gmbh im Herbst letzten Jahres bei über 5000 Unternehmen in Deutschland und Österreich durchgeführt hat. Dr. Hans Schultes, Geschäftsführer der imatech gmbh, präsentierte den Teilnehmern die Ergebnisse. Sein Fazit: „In digitalen Systemlösungen spielen ERP-Systeme eine wichtige Rolle, da sie die Datendrehscheibe für alle betrieblichen Prozesse sind. Jedes Unternehmen muss sich vor der Einführung eines ERP-Systems darüber im Klaren sein, welche Ziele es damit erreichen will, in welchen Funktionsbereichen eine Einführung Sinn macht und ob die ausgewählte ERP-Lösung auch für das eigene Unternehmen geeignet ist. ERP-Systeme können aber nur dann effizient eingesetzt werden, wenn die Prozesse standardisiert sind und transparent ablaufen“. Dr. Schultes schloss seinen Vortrag mit einer Voraussage für die zukünftige Entwicklung digitaler Systemlösungen: „Im Rahmen zunehmender Digitalisierung werden die bestehenden hierarchischen Systemstrukturen immer mehr aufgelöst und ERP- und MES-Funktionalitäten miteinander verschmelzen“.

TCC_Innovationskreis_ERP_120917_DrSchultes

Die ausführlichen Ergebnisse der imatech-Statusumfrage finden Sie hier:
Statusumfrage Digitalisierung Mittelstand.

Ziel der Unternehmen für die Einführung von ERP-Systemen ist immer eine damit erwartete Effizienzsteigerung in den innerbetrieblichen Abläufen. Dies konnte auch bei den meisten Unternehmen mit der Einführung eines ERP-Systems erreicht werden, zeigte das Ergebnis der imatech Statusumfrage. Bei den 17% der Unternehmen, die keine Effizienzsteigerung erzielen konnten, wurden Fehler bei der Systemplanung und -auswahl gemacht. Damit dies nicht passiert, ist das Auswahlverfahren vor der Einführung eines ERP- oder ME- Systems von enormer Bedeutung.
In einem Praxisbericht erläuterte deshalb Herr Josef Hofmann, Technischer Leiter der RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH, in seinem Vortrag, welche Auswahlverfahren bei der RKT zur erfolgreichen Implementierung des MES-Systems „Job Dispo“ der FAUSER AG  im Werkzeugbau angewandt wurden. Seine Empfehlung an die Zuhörer: „Durchführung einer paarweisen Nutzwertanalyse für die unterschiedlichen Anbieter und die Systemeinführung systematisch betreuen und begleiten.“

TCC_Innovationskreis_ERP_120917_VortragJosefHofmannRKT

Der darauffolgende Vortrag von Herrn Prof. Dr. Stettmer von der Technischen Hochschule Deggendorf befasste sich mit der Optimierung von ERP-Anwendungen. Sein Fazit: „Um ERP-Systeme optimal einzusetzen braucht man transparente Prozesse. Der Fluss von Material und Information muss klaren Regeln folgen. Ziel ist ein kontinuierlicher Materialfluss mit kurzen Durchlaufzeiten, ohne Stau, wie die grüne Welle im Straßenverkehr“.

„Neben einem strukturierten Auswahlverfahren ist auch ein strukturiertes Projektmanagement für eine erfolgreiche ERP-Implementierung von immenser Bedeutung“, war das zentrale Thema des letzten Vortrags von Herrn Stefan Berlinger von der Triacos Consulting & Engineering GmbH. „Fachliche und methodische Kompetenz alleine reichen nicht aus, vielmehr sind im Projektmanagement Verantwortung und Werte wichtige Säulen um erfolgreich ERP-Systemeinführungen zu managen“, so der Tenor von Herrn Berlinger. Was unter Verantwortung und Werten zu verstehen ist, wurde im weiteren Verlauf des Vortrags näher beleuchtet.

TCC_Innovationskreis_ERP_120917_Pausendikussion

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Moderator des Innovationskreises sowohl bei den Teilnehmern wie auch bei den Referenten für die anregenden Beiträge und Diskussionen und verwies dabei schon auf den nächsten Innovationskreis Ende des Jahres sowie auf den am 13. Oktober am TCC stattfindenden Branchentreff, auf dem sich Unternehmen der Region präsentieren und vernetzen können.

Informationen zum 6. Innovationskreis am Technologie Campus Cham sowie zum Branchentreff am 13. Oktober erhalten Sie unter der Kontaktadresse:

Michael Zankl
Technologie- und Netzwerkmanager
Technologie Centrum Cam
Badstrasse 21
93413 Cham
Tel.: 09971 996 73-42
E-Mail michael.zankl@bezirk-oberpfalz.de

 

imatech SMED Inhouse Workshop bei der maweco gmbh in Schmallenberg

Schmallenberg, 02.10.2017

imatech gmbh aus Niederwinkling trainiert und begleitet die maweco gmbh im Werk Schmallenberg bei der nachhaltigen Reduzierung von Rüstzeiten.

Lange Rüstzeiten sind aus Sicht des Lean Management Verschwendungen, die zwar unvermeidbar sind, jedoch drastisch durch die Anwendung der „SMED“-Methode reduziert werden können. „SMED“ ist ein Werkzeug aus dem Baukasten der „schlanken Produktion“ und hat das Umrüsten, auch komplexer Maschinen und Anlagen, innerhalb eines einstelligen Minutenbereiches zum Ziel. Das Verbesserungspotenzial und die Kosteneinsparung die damit erzielt werden können sind enorm. Das imatech SMED Inhouse-Training vermittelt den Mitarbeitern das nötige Knowhow, um Rüstzeiten nachhaltig, effektiv und flächendeckend zu verkürzen.

Die maweco gmbh & Co. KG, früher bekannt unter dem Namen Mörchen, ist ein international operierendes Unternehmen und zählt schon seit vielen Jahren zu den gefragten Zulieferfirmen der europäischen Nutzfahrzeugindustrie sowie anderer Industriebereiche. Die Produkte der maweco gmbh & Co. KG sind anspruchsvolle Schweißbaugruppen in höchster Qualität. Kapazitätsverluste von mehr als 20% durch lange Umrüstzeiten sind in der Branche keine Seltenheit. Reduzierung der Umrüstzeiten mit der SMED-Methode schafft mehr Produktionskapazitäten ohne in weitere Anlagen oder Maschinen zu investieren.

Welches Potenzial in der SMED-Methode steckt, konnten drei Mitarbeiter der maweco gmbh beim letzten SMED-Power-Training in Siegen hautnah erleben. Auf Grund dieser Erfahrung und der positiven Rückmeldung entschloss sich das Management der maweco gmbh zusammen mit der imatech die SMED-Methode im Unternehmen flächendeckend zu etablieren.

Die SMED Methode soll zunächst an einer Pilotanlage eingeführt werden, um als Leuchtturmprojekt Maßstäbe für die Ausweitung auf andere Bereiche zu setzen. Der Startschuss zu dem Projekt fiel am 02. September mit einem Kick-Off Workshop an dem das gesamte Managementteam und die betroffenen Mitarbeiter der maweco gmbh teilnahmen. Dr. Hans Schultes, Geschäftsführer der imatech gmbh, sensibilisierte zunächst das Management für das Thema. „Denn ohne engagierte Unterstützung durch die Führungsebene ist auch die Begeisterung der Mitarbeiter für die SMED-Methode nur ein Strohfeuer das nach kurzer Zeit wieder verlischt.“, so die eindringliche Mahnung von Dr. Schultes an das Managementteam. Danach führte Herr Dr. Malte Probst-von Müffling, Partner und Leiter des imatech Büros in Siegen, alle nochmals in die Methodik der SMED-Rüstoptimierung ein.

maweco_SMED_Kickoffworkshop

Am Nachmittag wurde dann mit dem ersten Schritt, der Istaufnahme eines Rüstvorgangs an der CNC Pilotanlage begonnen. Schritt für Schritt wurden die Umrüstprozesse mit Hilfe der imatech-Vorlagen, unterstützt durch Video-Aufzeichnungen, aufgenommen. Auch ein sogenanntes „Spaghetti-Diagramm“, das die bei der Umrüstung durch das Rüstpersonal zurückgelegten Wege des Rüstteams dokumentiert.

maweco Rüstworkshop Istufnahme  maweco Rüstworkshop CNC Werkzeugkontrolle

maweco Rütworkshop Smed Probstvon Müffling

Im nächsten Workshop werden die Rüstvorgänge mit Hilfe einer E-K-U-V-Analyse optimiert. Ziel ist es entweder nicht wertschöpfende Tätigkeiten zu eliminieren und möglichst viele interne Rüstvorgänge in externe umzuwandeln um effektiv Maschinenstillstandszeiten zu verkürzen. Weitere organisatorische Verbesserungen sollen durch die Einführung von 5S-Maßnahmen erreicht werden. Im letzten Schritt wird noch untersucht welche technischen Möglichkeiten sinnvoll sind, um die Rüstzeiten noch weiter zu verkürzen. Ob die Maßnahmen greifen, wird durch Rüstzeitkontrollblatt geprüft.

Das Pilotprojekt soll bis Anfang Oktober abgeschlossen ein.