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Bayern Digital Kongress 2017 in der BMW Welt München

Digitalisierung als großes Thema für Bayerns Zukunft.

Unter diesem Motto hatte am 28. April 2017 das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) zum Digital Kongress 2017 in der BMW Welt München eingeladen. Und es kamen über 1000 Besucher. Moderiert wurde der Nachmittag von Frau Ursula Heller vom Bayerischen Rundfunk.

„Mit unserer Strategie Bayern Digital haben wir bereits vieles angestoßen“, begrüßte Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie die geladenen Besucher aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. „Wir haben das Zentrum Digitalisierung.Bayern gegründet, digitale Gründerzentren geschaffen und mit dem Digitalisierungsbonus ein niedrigschwelliges Förderinstrument für den Mittelstand geschaffen. Wir hätten nicht erwartet, dass das Förderprogramm auf so großes Interesse stößt, so dass die Fördermittel für dieses Jahr schon fast verbraucht sind.“

Welche Herausforderungen und Veränderungen auf unsere Gesellschaft mit der Digitalisierung zukommen diskutierte Frau Ilse Aigner im Dialog mit Herrn Harald Krüger, dem CEO der BMW AG. Verschmelzung von Produktion und Informations- und Kommunikationstechnologie wird die gesamte Industrie in den kommenden Jahren prägen – insbesondere den Mittelstand. Im Zuge der Digitalisierung werden völlig neue Geschäftsmodelle entstehen. Amazon, Google, Airbnb und Uber sind jetzt schon eindrucksvolle globale Vorreiter, wie Digitalisierung Geschäftsmodelle völlig neu definieren kann. Der BMW-CEO sprach dabei gar vom einem bereits ausgebrochenen „Digitalen Krieg“ um Wertschöpfungsanteile, die sich im Zuge der Digitalisierung völlig neu verteilen werden. Nahezu alle Wirtschaftsbranchen stehen vor großen Herausforderungen, aber auch völlig neue Chancen und Geschäftsperspektiven werden geboten. „Wer jetzt den Zug verpasst, der läuft Gefahr, dass er den wirtschaftlichen Anschuss verliert“, konstatierte Herr Harald Krüger.

In der zweiten Runde diskutierten dann der Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Ludwig Spaenle, Herr Dr. Hannes Ametsreiter von Vodafone Deutschland, Herr Prof. Dr. Manfred Broy vom Zentrum Digitalisierung.Bayern und Prof. Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer vom Fraunhofer Institut, wie Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft zum Erfolgsfaktor werden kann. Anschließend zeigte im Hauptvortrag Herr Prof. Dr. Ing. Sami Haddadin vom Institute of Automatic Control der Leibniz Universität Hannover die neuesten Entwicklungen und Trends auf dem Robotersektor und wie künftig Mensch und Roboter miteinander agieren können..

Aber auch mittelständische Betriebe kamen zu Wort und erläuterten ihre Geschäftsideen mit welchen sie Digitalisierung erfolgreich umgesetzt haben. Beklagt wurde jedoch auch als Hindernis der noch nicht ausreichend vollzogene Ausbau der schnellen Internetnetze. „Mit einem Datenstick und dem Auto bin ich schneller mit den Daten beim Kunden, als wenn ich diese über das Internet dorthin schicke“, beklagte sich Herr Maximilian Lörzel, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH.

Im letzten Diskussionsforum wurde dann noch verdeutlicht, dass auch digitale Gründer mit ihren innovativen und unkonventionellen Ideen ein unverzichtbarer Baustein zur weiteren Digitalisierung der bayerischen Wirtschaft sind. Start-ups haben keine großen Strukturen und können somit viel schneller agieren. Mit dem WERK1.Bayern ist in zentraler Lage in München ein Ökosystem für digitale Gründer entstanden, das in derzeit 43 Räumen über 30 Start-ups und Freelancer beherbergt.

Im Umfeld des Kongresses konnten die Besucher bei diversen Ausstellern mit eindrucksvollen Exponaten die gewonnen Erkenntnisse vertiefen.